Zander finden in der Hauptströmung
Das Jahr 2015 hat uns vor eine echte Zerreißprobe gestellt. Die Elbe präsentierte sich mit einem historischen Tiefstand, wie ich ihn in all den Jahren als Angel-Guide noch nie erlebt habe. Wenn die Buhnen fast trocken liegen und die Strömung zum Erliegen kommt, trennt sich beim Zanderguiding die Spreu vom Weizen.
Der Hauptstrom-Poker: Wo stecken die Glasaugen?
Bei extremem Niedrigwasser verändert sich das Verhalten der Räuber komplett. Da der Sauerstoff in den Buhnenfeldern knapp wird, ziehen sich die Zander fast vollständig in den sauerstoffreichen Hauptstrom zurück.
- Die Herausforderung: Den Fischen im tiefen, strömenden Wasser den Gummifisch präzise zu servieren, erfordert höchste Konzentration und die perfekte Köderführung.
- Erfolgserlebnisse: Umso schöner war es, wenn wir bei einer Angeltour den Code geknackt haben. Besonders die Freude über den „ersten Zander überhaupt“ war bei meinen Gästen riesig – in solchen Momenten zählt nicht die Größe, sondern das Meistern der schwierigen Bedingungen.
Der Elbe-Havel-Kanal als sichere Bank
Wenn die Elbe uns das Leben schwer macht, spielen wir unseren Joker aus. Der Elbe-Havel-Kanal ist vom Wasserstand der Elbe völlig unabhängig und bietet eine erstklassige Alternative.
Konstanter Wasserstand: Während wir an der Elbe um jeden Fisch kämpfen mussten, lieferte der Kanal zuverlässiger ab.
Revier-Vorteil: Durch die Spundwände und Steinpackungen im Kanal finden die Zander hier immer ihre schattigen Einstände, was dieses Revier zum perfekten Rückzugsort für uns Angler macht, sollten einmal die Bedingungen an der Elbe nicht passen.
Herbstausblick - Hechte kurz vor der Metermarke
Trotz der Hitze und des niedrigen Pegels läuteten die Hechte bereits im September den Herbst ein. Die Zander waren am Tage kaum noch zu fangen da der Wasserstand so niedrig war, das in den Buhnen kaum noch Strömung war.
Beinahe-Meter: Bei den letzten Guidingtouren knallten einige aggressive Esoxe auf die Köder. Ein Prachtexemplar verfehlte die magische 100-cm-Marke nur um Haaresbreite. Das macht Hoffnung auf einen spektakulären Saisonabschluss in der Elbtalaue!
Lass dich vom Niedrigwasser nicht abschrecken!













