Zanderangeln im Kanal
Das Jahr 2019 war die ultimative Bestätigung für eine alte Anglerweisheit: "Der Wind bestimmt den Fang!" Während wir im Kanal wahre Sternstunden erlebten, zeigte uns die Elbe bei Ostwind die kalte Schulter.
Kanal-Eskalation und Elbe-Thriller
Wer 2019 mit mir an der Elbe oder am Kanal unterwegs war, hat die ganze Bandbreite des Raubfischangelns miterlebt. Von Massenfängen im Trüben bis hin zur harten Arbeit bei Niedrigwasser – dieses Jahr hat uns Nerven gekostet, aber am Ende oft auch belohnt.
Kanal-Wahnsinn
Bevor meine Gäste aus Baden-Württemberg eintrafen, stand ein Testangeln im Elbe-Havel-Kanal an – und was soll ich sagen? Es hat richtig gekracht! Die meisten Bisse kamen direkt am Ende der Steinpackung.
Frequenz am Band: 7 Zander bis 82 cm und ein 85er Hecht waren das Ergebnis eines einzigen Nachmittags. Hätte ich jeden Fehlbiss verwandelt, wäre die 20er-Marke locker gefallen. Der Kanal ist und bleibt eine Macht, wenn die Elbe zickt!
Zanderangeln bei Ostwind
Die Elbe-Challenge: Kampf gegen das Ostwind-Tief
Kurz darauf beim Zanderguiding mit Markus, Tobias und Steffen kam der Wetterumschwung. Straffer Ostwind (Stärke 4) über drei Tage machte das Angeln zur Geduldsprobe.
Harte Arbeit: In den Buhnen war "Totentanz", kein Zupfer, kein Fisch. Doch wir haben nicht aufgegeben. Das Ergebnis: 6 Zander und ein Rapfen, die sich die Jungs wirklich hart erkämpfen mussten.
Naturerlebnis: Auch wenn die Fische zickig waren, hat die Landschaft der Elbtalaue die Jungs komplett umgehauen. Der erste Blick über den Deich auf die unberührten Elbauen ist eben durch nichts zu ersetzen.
Zander wieder in Beißlaune
Wetterumschwung: Die Rückkehr der Aktivität
Kaum war der Ostwind weg und der Westwind da, explodierte die Elbe förmlich. Fast in jeder Buhne kamen jetzt Bisse.
Beißrausch: Buckelnde Brassen und raubende Rapfen überall. Innerhalb weniger Stunden konnte ich allein 4 Zander bis 80 cm und zwei fette Hechte (78 cm und 86 cm) landen. Ein klarer Beweis: Manchmal liegt es einfach nur am Luftdruck und dem Wind, ob die Angeltour zum Erfolg wird.
Fazit - Das Sommerloch im Griff
Trotz Niedrigwasser und zeitweiser Beißflaute haben wir das Sommerloch 2019 besiegt. Wer flexibel zwischen Hauptströmung der Elbe und Kanal wechselt, findet seinen Fisch. Die Elbe schenkt einem nichts, aber sie bietet die Chance auf unvergessliche Momente und kapitale Räuber.
Lass dich von schwierigen Bedingungen nicht abschrecken!
Fotogalerie vom Zanderangeln an der Elbe aus dem Jahr 2019













