Zander-Guiding in den Elbtalauen
Das Jahr 2022 war eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle. Wir starteten mit einem Knall in die Saison, kämpften uns durch eine gnadenlose Sommerhitze und genossen einen herbstlichen Ausklang, der uns neben Fischen auch die Ruhe der Elbtalaue schenkte.
Zander Saisonstart - Das „Zanderfangfeuerwerk“
Der Start nach der Schonzeit hätte kaum besser laufen können. Schon die ersten Testwürfe brachten drei sichere Kontakte – das „Tock“ war endlich zurück!
Guiding-Auftakt: Bei den ersten Touren mit Marius und Torsten erlebten wir ein wahres Feuerwerk. Auch wenn die Bisse im Tagesverlauf vorsichtiger wurden, konnten die beiden erfahrenen Spinnfischer dank blitzschneller Reaktionen ordentlich abräumen.
Der erste Klopper: Kurz nach dem Start konnten wir auch den ersten richtigen Ausnahmefisch der Saison „festnageln“. Ein herrlicher Anblick, der für die harten Stunden am Wasser entschädigt.
Zanderangeln im Sommer an der Elbe
Sommer-Taktik: Hitze, Niedrigwasser und „Elbewandern“
Als die Affenhitze Einzug hielt, wurde es taktisch anspruchsvoll. Die Elbe zog sich zurück, und wir mussten flexibel reagieren:
Spotsuche: Wenn in den flachen Buhnen der Sauerstoff fehlte, suchten wir die Zander direkt in der harten Hauptströmung oder an tiefen Kanten. Das kostet zwar den einen oder anderen Gummifisch, brachte aber den ein oder anderen Fisch!
Strecke machen: An manchen Tagen hieß es „Elbewandern“. Bis zu 8 Kilometer Strecke pro Tour waren nötig, um die beißwilligen Räuber in den entlegensten Winkeln zu finden.
Natur-Bonus: Das Schöne an der Elbe im Sommer - Man kann zwischen den Buhnenwechseln frische Brombeeren direkt am Ufer naschen – Entschleunigung pur.
Hoher Elbepegel – gute Zander- und Welsfänge
Ein plötzlicher Pegelanstieg von einem Meter mischte die Karten im Spätsommer neu. Die Zander zogen sofort wieder in die Buhnenfelder ein.
Hotspots erkennen: Dank meiner Revierkenntnis wusste ich genau, wo die jetzt überspülten Steinhaufen und Sandbänke lagen. Die Bisse kamen dort hammerhart!
Überraschungsgäste: Dass die Zander sich manchmal rar machen, liegt oft an der Konkurrenz. Eine „Welsparty“ mit drei gelandeten Wallern (bis 1,40 m) zeigte uns deutlich, wer im Revier gerade das Sagen hatte.
Herbstlicher Ausklang: Mit dem Aufklaren des Wassers meldeten sich auch die Hechte zurück. Nebenbei blieb Zeit, die Stille im Landschaftsschutzgebiet zu genießen und den Pilzkorb im angrenzenden Wald zu füllen.
Fazit 2022:
Die Elbe schenkt einem nichts, aber wer bereit ist Strecke zu machen und die Natur zu lesen, wird belohnt. Jede Angeltour war ein Erlebnis für sich – abseits vom Großstadtlärm, mitten im Zauber der Elbtalauen.
Bock auf dein eigenes Angelabenteuer?













